Die Neubauer-Zählkammer ist eine etwa 30 mm x 80 mm große und etwa 5 mm dicke Glasplatte mit einer um einen definierten Betrag vertieften Mittelfläche, auf der quadratische Felder definierter Größe eingeätzt sind. Sie wird zur Zählung aller Arten von Teilchen, besonders von Zellen (zum Beispiel Erythrozyten, Leukozyten und Mikroorganismen in der Medizin und Biologie verwendet.
Zählkammer nach Neubauer, improved.
Netzteilung Neubauer mit 9 grossen Quadraten mit je 1 mm2 = 0.9 mm2.
Im mittleren Quadrat (=mm2 ) ergeben sich durch die näher zusammenliegenden Zwischenlinien 5 x 5 = 25 Quadrate mit je 16 Kleinst-Quadraten von 0.05 mm Seitenlänge.
Erythrozyten- und Leukozyten-Zählung analog wie bei Neubauer Netzteilung. Kammertiefe 0.1 mm.
Das Prinzip der Zählkammern
In der Mitte der Glasplatte befindet sich die Fläche mit dem je nach Kammertyp unterschiedlichen Liniennetz (Zählfläche). Oft bildet dieses Netz zwei getrennte Zählfelder. Ein dünnes, plangeschliffenes Glasplättchen (Deckglas) wird auf die seitlich daneben befindlichen Auflagen (zwei plangeschliffene Glasstege) gelegt, die um einen genau bekannten Betrag (normalerweise 0,1 mm, zur Zählung sehr kleiner Teilchen wie Bakterien 0,02 mm) gegenüber der Zählfläche erhöht sind. Dadurch wird ein Raum mit definierter Höhe geschaffen. Die auszuzählende Teilchensuspension wird bei aufgelegtem Deckglas seitlich aufpipettiertz und saugt sich durch Kapillarkraft in diesen Zwischenraum. Die Teilchensuspension wird so in einer Schicht mit genau bekannter Dicke ausgebreitet. Nach Auszählung der auf den Zählfeldern liegenden Teilchen unter dem Lichtmikroskop mit Durchlicht lässt sich deren Anzahl je Volumeneinheit errechnen. Bei Zellen kann neben ihrer Anfärbung auch das mikroskopische Phasenkontrastverfahren zur besseren Darstellung verwendet werden.
Deckgläser für Haematocytometer, 20 x 26 mm, geschliffen, 0.4 mm